Ruhrnachrichten
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„Eene Kur fö twee“:
Plattdeutsches Theater probt für ein neues Stück

Dorstener Zeitung 27.01.2012 Berthold Fehmer

KIRCHHELLEN "Eene Kur fö twee" so lautet der Titel der plattdeutschen Komödie von Helmut Schmidt, die die Laienspielschar der Kolpingsfamilie Kirchhellen im März auf der Bühne des Brauhauses spielt. Dafür proben die Schauspieler derzeit eifrig an jedem Donnerstag im Theatersaal des Hofs Heisterkamp (Hof Jünger, Haus II).
Zum Inhalt des Stückes: Witwe Lisbeth Hinrichs (Doris Wilms) ist seit mehr als 30 Jahren alleinerziehende Mutter ihres Sohnes Hermann (Matthias Böing). In dieser langen Zeit ist es ihr entgangen, dass Hermann eigentlich schon längst erwachsen ist.

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Fleißig probt die Laienspielschar der Kolpingsfamilie derzeit für die Aufführung des Stückes "Eene Kur fö twee". (Foto: Berthold Fehmer)

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Eingespielte Zweisamkeit
Hermann genießt diese Fürsorge im „Hotel Mama“. Beide vermitteln den Eindruck, dass die eingespielte Zweisamkeit für alle Zeiten hält. Aber dann muss Mutter zur Kur und Hermann ist plötzlich auf sich allein gestellt.
Zwar organisiert Lisbeth die Versorgung ihres Sohnes durch ihre Schwester Tekla (Marie-Luise Eulering) und die Nachbarin Janette (Laura Rentmeister) bis ins Kleinste. Doch der unerfahrene Hermann gerät trotz eindringlicher Mahnungen in verzwickte Situationen.
Kurz entschlossen eingezogen
Nicht nur ein Schornsteinfeger, ein Telefontechniker oder ein Zoologe (Jan Fasthoff) geben sich die Türklinke in die Hand – nein Studentin Heidi (Petra Schenke) gewinnt Hermanns Mitleid und zieht kurz entschlossen in Lisbeths leer stehendes Schlafzimmer ein.
Und dann kommt es, wie es kommen muss: Lisbeth kommt von ihrer Kur früher als geplant nach Hause und platzt in eine turbulente „Zwei-Personen-Party“. Aber auch Lisbeth hat ein liebenswertes Kurgeheimnis in Person von Willi Plöger (Andreas Luerweg). Die Aufführungen finden statt im Brauhaus am Ring am
Samstag, 17. März, um 18 Uhr
Sonntag, 18. März, um 16 Uhr
Freitag, 23. März, um 19.30 Uhr
Samstag, 24. März, um 18 Uhr
Sonntag, 25. März, um 16 Uhr
Der Kartenvorverkauf beginnt am Sonntag, 12. Februar, von 9 bis 13 Uhr im Pfarrheim St. Johannes. Die Restkarten sind im Brauhaus am Ring und an der Abendkasse erhältlich.

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Chaos auf dem Bauernhof:
Kolping-Theater brilliert auf Platt

KIRCHHELLEN :„Wenn du woss, lers ick dä ok noch en Märken vo!“, sagt Monika, „de Deern vanne Stroote“, als sie Bauer Paulsen zu Bett bringt. Am Samstag fand die Premiere des gleichnamigen plattdeutschen Theaterstücks der Kolpingfamilie im Brauhaus statt und gestern folgte eine weitere Vorstellung.
Von Christiane Goßen

Die Bühne war liebevoll mit Blümchentapete, rustikalen Holzmöbeln, einer Pendeluhr und Stiefmütterchen verziert, um ein bäuerliches Ambiente zu schaffen. Vier Männer und drei Frauen parlierten auf der Bühne in Kirchhellener Platt, als sei es ihre Muttersprache.
Seit November hatten die Laienschauspieler für ihren großen Auftritt geprobt. Montag waren über 300 Zuschauer ins Brauhaus am Ring gekommen, um sich das Ergebnis anzuschauen.
Auf der Suche nach einer Frau
Dabei handelt es sich um eine Erbschafts-Komödie: Paul Paulsen, der „Bur van’n Ravenshoff“, glaubt, sterbenskrank zu sein. Sein Neffe Uwe soll seinen Besitz erben. Der Haken: Bauer Paulsen will ihn nur zu seinem Erben machen, wenn er verheiratet ist. Also macht sich Uwe auf die Suche nach einer Frau und findet Monika.
Als Paulsen dann selbst an Monika interessiert ist und auch noch ihre attraktive Mutter auftaucht und allen Männern am Hof den Kopf verdreht, ist das Chaos perfekt. Die Irrungen und Wirrungen und der plattdeutsche Wortwitz sorgten für viele Lacher bei den Zuschauern.
Die weiteren Aufführungen: Freitag, 8., um 19.30 Uhr, Samstag, 9., um 18 Uhr und Sonntag, 10., um 16 Uhr. Karten sind noch im Brauhaus erhältlich.

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Die Bühne war liebevoll mit Blümchentapete, rustikalen Holzmöbeln, einer Pendeluhr und Stiefmütterchen verziert, um ein bäuerliches Ambiente zu schaffen. Vier Männer und drei Frauen parlierten auf der Bühne in Kirchhellener Platt, als sei es ihre Muttersprache.
Seit November hatten die Laienschauspieler für ihren großen Auftritt geprobt. Montag waren über 300 Zuschauer ins Brauhaus am Ring gekommen, um sich das Ergebnis anzuschauen.
Auf der Suche nach einer Frau
Dabei handelt es sich um eine Erbschafts-Komödie: Paul Paulsen, der „Bur van’n Ravenshoff“, glaubt, sterbenskrank zu sein. Sein Neffe Uwe soll seinen Besitz erben. Der Haken: Bauer Paulsen will ihn nur zu seinem Erben machen, wenn er verheiratet ist. Also macht sich Uwe auf die Suche nach einer Frau und findet Monika.
Als Paulsen dann selbst an Monika interessiert ist und auch noch ihre attraktive Mutter auftaucht und allen Männern am Hof den Kopf verdreht, ist das Chaos perfekt. Die Irrungen und Wirrungen und der plattdeutsche Wortwitz sorgten für viele Lacher bei den Zuschauern.
Die weiteren Aufführungen: Freitag, 8., um 19.30 Uhr, Samstag, 9., um 18 Uhr und Sonntag, 10., um 16 Uhr. Karten sind noch im Brauhaus erhältlich.

Kolping Karneval auf dem Hof Miermann
Dorstener Zeitung
Narren hatten mächtig viel Energie



Dorstener Zeitung, 14. März 2010:
Theaterpremiere mit Bravour gemeistert


Dorstener Zeitung, 11. März 2010:
Laienspielschar schraubt an Kulisse für Premiere "Spektakel bä Chrischan"


zurück

Furioser Nachbarschaftsstreit am Gartenzaun
Von Holger Steffe am 12. Januar 2010
KIRCHHELLEN Mit einem furiosen Nachbarschaftsstreit am Gartenzaun setzt sich das neueste Stück der Kolpingschauspieler auseinander. "Spektakel bä Chrischan" heißt die Episode in drei Akten von Gudrun Ebner, die die Freunde des Plattdeutschen trefflich unterhalten wird.
Nachbarn haben es nicht ganz leicht miteinander. Zwei Ehepaare, Gartenzaun an Gartenzaun, aber nicht immer auf einer Wellenlänge. Der eine Christian Vedder, genannt Chrischan, ist ein richtiger Grantler, mit dem es niemand leicht hat, auch seine Frau Gerlinde und seine Tochter Hanna nicht. Seine Gartenzwerge liebt er über alles.
Nur so ist es zu erklären, warum er so wütend ist über den Verlust seiner neuen Errungenschaft, eines teuren Musikzwergs. Das kann nur Nachbarin Inge Sagebiel gewesen sein. Von nun an herrscht Krieg zwischen den beiden Nachbarn, den die klatschsüchtige Edelgard von Seutbach noch zu schüren weiß.
„Der Neue im Team Jan Fasthol als Nachbar Jans Röwe, Reinhold Grewer als Ehemann Egbert Sagebiel und Matthias Böing als Hannas Verlobter Bert Binz sorgen in weiteren Rollen für viel Freude“, sagt Regisseur Bernd Hollender, der in diesem Jahr auch die Inszenierung übernommen hat. Geprobt wird seit Anfang des Jahres montags und donnerstags ab 19.30 Uhr im Hof Jünger Haus II.
Souffleuse, Maske, Kulisse
Für die Maske sorgt Waltraud Schweitzer, die Kulisse bewegen Peter Diericks und Franz-Josef Schulte Kellinghaus. Die Einrichtung besorgt Rauti Schmücker und Team, die Kostüme werden in Gemeinschaftsarbeit bis zur Generalprobe gefertigt. Wenn der Text bei Proben und Aufführung mal stockt, hilft in bewährter Manier Mechtild Haubold als Souffleuse oder auch Regisseur Bernd Hollender den Darstellern.
Aufführungstermine:
Die Aufführungen finden am Samstag, 13. März um 18 Uhr Sonntag, 14. März um 16 Uhr Freitag, 19. März um 19.30 Uhr Samstag, 20. März um 18 Uhr und am Sonntag, 21. März um 16 Uhr im Brauhaus am Ring statt.
Der Kartenvorverkaul ist am Sonntag, 21. Februar von 9 Uhr bis 13 Uhr im Pfarrheim St. Johannes d.T.
Restkarten werden an der Abendkasse im Brauhaus am Ring verkauft.

Berufsorientierungscamp für Hauptschüler


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Turbulenzen im „Hotel Mama"
Die Laienspielschar der Kolpingsfamilie probt wieder fleißig für ihr neuestes Stück: „Eene Kur fö twee“. Premiere des Schwankes ist am 17. März im Brauhaus am Ring.
WAZ 28.01.2012 Corinna Braun
„Jetzt gehst du ab!“ Was wie die Aufforderung zu einer Party klingt, ist eine Regieanweisung von Bernd Hollender. Denn der engagierte Kirchhellener wacht derzeit gemeinsam mit Tochter Claudia wieder darüber, dass bei den Proben der Kolping-Theatergruppe für den nächsten plattdeutschen Schwank alles mit rechten Dingen zugeht.
Stolze 54 Seiten umfasst das Regiebuch der Komödie „Eene Kur fö twee“ von Helmut Schmidt, „und wir haben schon einiges rausgestrichen, um auf die gewohnte Spielzeit von zwei Stunden zu kommen“, so Claudia Hollender.
"Auch viele junge Besucher sitzen bei uns im Publikum"
Doch nicht nur das Rausstreichen, sondern auch das Reinschreiben war bis zum Beginn der Leseproben im November 2011 die Aufgabe des Regieduos. Schließlich galt es, alle Mitglieder des Kolpingtheaters unter einen Hut zu kriegen, und da brauchten die beiden noch eine Rolle für Jan Fasthoff. Kurzerhand entstand eine maßgeschneiderte Figur für den jungen Laienschauspieler, wobei von „einer“ keine Rede sein kann. Sowohl als Schornsteinfeger, als Telefontechniker und Zoologe kreuzt er nun bei Hermann Hinrichs im trauten Heim auf und geht diesem ganz schön auf den Wecker. Aber dazu später!

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Zwei Mal wöchentlich trifft sich nun die Theaterschar bis zu den Aufführungen im März, und bis dahin gibt es noch richtig viel Arbeit. Aber auch einiges zu lachen; denn bisher hagelt es nicht nur so manchen launigen Versprecher, sondern es wird noch in einem Provisorium auf dem Dachboden des Hofes Heisterkamp geprobt. Und das sorgt schon mal für Verwirrung, wenn Bernd Hollender Matthias Böing energisch zuruft: „Jetzt nimm die Sektflaschen aus dem Schrank vor dir“ und der Arme nicht weiß, wo er hin soll, weil er nur lauter gleich aussehende Stühle erblickt, die die zukünftige Bühnengröße einfassen. Verwirrung auf demDachboden Der Spaß am plattdeutschen Theater und die liebevoll einstudierten Charaktere sind es, die das Kolpingtheater so erfolgreich machen, dass die Fangemeinde stetig weiterwächst. „Auch viele junge Besucher sitzen bei uns im Publikum“, berichtet Claudia Hollender stolz. Und das ist nicht erstaunlich; denn wenn sich im Brauhaus der Vorhang hebt, ist ein Angriff auf die Lachmuskeln garantiert. In diesem Jahr fährt die Witwe Lisbeth Hinrichs (Doris Wilms) das erste Mal in ihrem Leben zur Kur. Ein Alptraum für Sohnemann Hermann (Matthias Böing), denn seit über 30 Jahren genießt er „Hotel Mama“ und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Zwar organisiert Lisbeth die Versorgung ihres Sohnes durch ihre Schwester Thekla (Marie-Luise Eulering) und die Nachbarin Janette (Laura Rentmeister), doch gegen den „nervigen“ Jan Fasthoff in allen möglichen Rollen und Studentin Heidi (Petra Schenke), die aus Mitleid kurzentschlossen in Lisbeths leerstehendes Schlafzimmer zieht, ist er machtlos. Dann kommt es, wie es kommen muss: Lisbeth kommt von ihrer Kur früher als geplant zurück und platzt in eine turbulente „Zwei-Personen-Party“. Aber auch sie selbst hat ein liebenswertes Kurgeheimnis in Person von Willi Plöger (Andreas Luerweg). Als am Donnerstag der dritte Akt zu Ende war, hörte man ob der anstrengenden Arbeit von Doris Wilms ein erleichtertes Seufzen und sah ihren sehnsüchtigen Blick auf die während der Proben geöffnete Sektflasche. Diesen Wink ließen sich auch die Mitstreiter nicht entgehen, und so wurde die erfolgreiche Arbeit verdientermaßen mit einem ordentlichen Schluck Prickelwasser begossen. Corinna Braun

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Auf den Zentimeter genau wird nachgemessen, wer dem Schweinchen am nächsten kommt. Seit 10 Jahren trifft sich der Boulrspielkreis der Kolpingsfamilie Kirchhellen auf seiner kleinen Anlage zwischen Bezirksverwaltung und Brauhaus am Ring. Am gestrigen Freitag ließen 16 der 25 Spieler das Jahr noch einmal Revue psaaieren. Ebenfalls vor 10 Jahren wurde die Anlage von den Alten Herren der Landjugend im Vorfeld der Bauernolympiade 2002 errichtet- auf Anregung von Rudolf Steinmann, Mitglied der Alten Herren und der Boulespieler. Jeden Mittwoch um 18 Uhr heißt es für alle Bule-Freunde:“ Allez les boules!“ (zu deutsch sowas wie“Auf gehts“. Zum Jahresabschluss gab es Glühwein(mit Schuss), Mettbrötchen, Frikadellen- und natürlich Rotwein, passend zum französischen Ursprung des Boule-Pètanque-Spiels. Zum 10-jährigem Bestehen plant die Kolpinggruppe für April 2012 ein Offenes Turnier, „eine Art Stadtmeisterschaft“, sagt Rudolf Steinmann. Mit dabei auf jedem Fall die Feldhausener Boulefreunde, die am Schloß Beck eine eigene Anlage besitzen. nas/Foto Naskrent
   
Konzentration und Spaß
Franz Naskrent

Der typische Franzose trägt Baskenmütze, trinkt Rotwein, raucht Gitanes- und spielt Boule. Zumindest Letzteres stimmt. Für den Boulespielkreis der Kolpingsfamilie gilt auch: Der Rotwein ist immer dabei.
Was ist das Faszinierende am Boulespiel?
Dr. Klaus Peters: Das ist ein richtige Wettkampf, bei dem man sich enorm konzentieren muss. Aber trotzdem ist es nicht tierisch ernst; die Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle.
Wer in Frankreich Boulespieler beobachtet hat, erinnert sich aber an die ernsten Mienen und lauten Gespräche. Sind da nicht doch `ne Menge Ernst und Ehrgeiz im Spiel wie vielleicht beim deutschen Skat?
Man überlegt viel, und die Taktik wird besprochen fürs richtige Bild der Kugeln, für den richtigen Weg. Und man muss das Gelände lesen, jeder Untergrund ist anders. Dennoch steht der Spaß im Vordergrund. Jedes Mal, nach jedem Spiel gibt es von jedem einen Handschlag für den Sieger. Und in den ganzen 10 Jahren des Bestehens des Boulespielkreises hat es noch nie Streit gegeben.
....und auch noch keine Verletzten, immerhin wiegen die Boulekugeln bis zu 1400g?
Bisher nicht. Klar, beim sogenannten Schießen, wenn eine Boule Kugel weggetischt werden soll, erreichen die Kugeln schon ein Mehrfaches ihres Gewichtes. Da steht man besser hinter dem Spieler. Beim Legen kommt es auf eine möglichst nahe Position zum Schweinchen an, der kleinen Zielkugel. Da werden die Boule-Kugeln nur leicht geworfen oder gerollt.

Mehr Armut in Kirchhellen, als man glaubt

Hans-Dieter Hallmann (Vorsitzender der Kolpingsfamilie) und Irmgard Vennemann vom Sozialwerk St. Johannes organisierten die Weihnachtspaketaktion der Kolpingsfamilie Kirchhellen.

Die Pakete verteilen kann bereits die Kolpingsfamilie Kirchhellen. Bei der 5. Aktion wurden bis einschließlich gestern 70 Pakete gesammelt. „Wir haben vorher Karten verteilt, auf denen angegeben ist, ob das Paket für eine Familie mit Kindern, für Singles oder Senioren gedacht ist“, so Kolpingvorsitzender Hans-Dieter Hallmann. Das Sozialwerk St. Johannes hat die Adressaten ausgesucht. „In Kirchhellen gibt es mehr arme Menschen, als man glaubt“, betont Irmgard Vennemann vom Sozialwerk, „und es sind in den letzten 20 Jahren viel mehr geworden. Vor allem mehr Arbeitslose, Alleinerziehende und alte Menschen mit wenig Rente.“
Die Verteilung der Pakete übernimmt ebenfalls das Sozialwerk. „Und da erleben wir oft rührende Szenen“, so Vennemann, „die Menschen strahlen, ja weinen sogar vor Freude.“ Für die Verteiler der Weihnachtspakete sei die spürbare Dankbarkeit Motivation, die Aktion im nächsten Jahr fortzusetzen. Oder wie es auf der Weihnachtskarte einer beschenkten Familie hieß: „Es war schön zu spüren, dass auch andere an uns denken!“
Franz Naskrent


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Paul Paulsens wundersame Heilung
Erbschleicher Julius und Erna gucken am Ende in die Röhre, Sehenswerte Aufführung der Kolping-Theatergruppe
Corinna Braun

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Sie hat lange braune Zöpfe, liebt die Natur und bringt mir ihrer forschen Art ordentlich Schwung auf den Ravenshof von Bur Paul Paulsen: Gemeint ist Monika Lindner, „De Deern vanne Stroote", die mit ihren Kollegen des Kolpingtheaters im neuen Schwank von Christof Weh­king ordentlich die Lachmus­keln der Besucher strapaziert.
Der Ravenshof ist einfach kuschelig mit seinen bunten Tapeten und roten Gardinen, den Holzmöbeln und der wertvollen alten Amsterdamer Standuhr. Umso mehr erschreckt die Zuhörer inmittert
»Dem Ollen de letzte Ölung erteilt«
der heimeligen Atmosphäre der finstere Plan von Erna Kropp (eine wie immer herrlich schrullige Marie-Luise Eulering), gemeinsam mit ihrem Mann Julius (ein wie immer geschniegelter, besonnener Reinhold Grewer) den Bur Paul Paulsen mit einem Schlaftablettencocktail ins Jenseits zu befördern. Kein Wunder, denn die beiden pflegen den rüstigen Herrn nicht ganz uneigennützig, sondern wollen an sein Erbe: dem Ravenshof.

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Die Chancen für die beiden stehen zunächst gut, denn Paul-Paulsen (ein wie immer lauthalsiger, kauziger Andreas Luerweg) glaubt, sterbenskrank zu sein und sein eigent­lich erbberechtigter Neffe Uwe (ein wie immer schlaksig-charmanter Matthias Boing) ist seit Jahren verschollen. Nur wenn der bis zum Ableben seines Onkels wieder auftaucht und dazu noch verheiratet ist, erbt er den Hof.
Eines Tages hört Erna ein Flüstern hinter Pauls Tür und hofft gehässig, das sei der Pastor, der „dem Ollen de letzte Ölung erteilt". Doch Pustekuchen Uwe ist zurück und mit ihm seine Verlobte: „Silke vanne Stroote? Komischer Name!",wundert sich Paul - und er soll Recht behalten, denn „Silke vanne Stroote" heißt eigentlich Monika Lindner(eine wie immer herzerwärmend frische Petra Schenke) , wurde von Uwe als Touristin auf der Straße aufgelesen und hat sich für 2000 Mark darauf eingelassen, Uwes Braut zu mimen, damit er den Hof erbt. Im Ravenshof angekommen merkt Monika schnell, dass die Kropps dem ollen Paulsen an den Kragen und an die Patte wollen, und tauscht unbemerkt die Tabletten gegen Zuckerstückchen aus.
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Dadurch gewinnt sie nicht nur Paulsens Herz, sondern sorgt auch dafür, dass der Bur wieder gesund wird.
Statt Rollator und Gehhilfen ist nun bei Paulsens zum Entsetzen der Kropps und Uwes, der sich ganz unplanmäßig Hals über Kopf in „De Deern vanne Stroote“ verliebt hat, Hochzeit mit Monika angesagt.
Zu allem Übel reist auch noch Monikäs Mutter Anna Lindner , (eine wie immer fesch-fröhliche Doris Wilms) an, die Uwe den Hof macht und Paulsen mit so manchem Wacholderschnaps von seinen Wehwehchen ablenkt. Doch eigentlich ist alles nur eine Finte der beiden älteren Semester, um Amors Pfeil in die richtige Richtung zu lenken.
Denn was wäre das,..Plattdeutsche Theater ohne Happy-End? Natürlich gibt es auf dem Ravenshof eine Doppelhochzeit jedoch ganz alters- , und typengerecht von Uwe und Monika und Anna und Paul. Die einzigen, die in die Röhre gucken, sind Makler Anton Sawatzki (zum zweitem Mal dabei: Jan Fasthoff), dem die Kropps, schon die Erbschaft im Visier, die wertvolle Amsterdamer Standuhr für eine stattliche Summe zum Kauf angeboten haben. Und die Kropps selbst, die nun mit leeren Händen dastehen. So viele Irrungen und Wirrungen - da blieb' im Brauhaus am Ring wie immer kein Auge trocken.
Laienspielschar
Alte Hasen

Die Laienspielschar der Kol- pingsfamilie Kirchhellen besteht überwiegend aus alten Hasen. Petra Schenke feiert in diesem Jahr als quirlige „Deern vanne Stroote" ihr zehnjähriges Bühnenjubilä um. Sichtlich gerührt von dem zu Recht tosenden Applaus war das Regieduo Bernd und Claudia Hollender. Am kommenden Wochenen­de gibt es drei weitere Aufführungen.

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Kolpingtheater : De Deern vanne Stroote
Kirchhellen, 01.03.2011, Kai Kühn

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Kirchhellen. Die Liebhaber der plattdeutschen Sprache sind gespannt; denn auch in
diesem Jahr dürfen sie im Brauhaus am Ring Zeuge lustiger Theaterkunst sein. „De Deern
vanne Stroote” (Das Mädchen von der Straße) nennt sich das Lustspiel in vier Akten von Christof Wehking,
das sich das Ensemble um Regisseur Bernd Hollender ausgesucht hat.

In vielen Kalendern der Kirchhellener sind die Auftritte des plattdeutschen Kolpingtheaters fest eingetragen, immerhin sprach man im Dorf bis vor einigen Jahrzehnten wie selbstverständlich „plattdütsch”, was sich zum Teil weiter vererbt hat. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die fünf Auftritte der Laienspielschar regelmäßig für ausverkauftes und vor allem bestens gelauntes Haus im Brauhaus am Ring sorgen. Damit sich das nicht ändert, greift Hollender auf Altbewährtes zurück: seine Crew. Bekannte Gesichter erblicken Kenner der lustigen Truppe, ein Neuzugang ist diesmal nicht dabei.

Bevor das Ensemble seine fünf Auftritte im April zum Besten geben kann, hat der liebe Gott die Proben gesetzt. Zunächst mussten die Wohnungen der Darsteller herhalten, jetzt ging es auf wohlbekanntes Terrain: die Dachbühne des Hofes Heisterkamp.
„Es ist nicht ganz so leicht, einen geeigneten Raum zu finden, immerhin müssen wir ja auch bei Minusgraden proben können”, fröstelt’s Claudia Hollender, Regieassistentin und Tochter des Regisseurs, allein bei dem Gedanken an eine unbeheizte Scheune.
Kleiderschrank gesucht

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Dabei geht es während der Proben mit soviel Herzblut zur Sache, dass man gar nicht auf die Idee käme, die Schauspieler würden sich durch etwas wie Kälte ablenken lassen.
Gestikulieren, diskutieren - es ist, als sei der Tag der Aufführung bereits gekommen. Auf all dies wirft Bernd Hollender sein wachsames Auge, immer im Stile des kühlen Norddeutschen, dessen Ding es noch nie war, den großen Zampano zu mimen - ganz der lockeren Sprache entsprechend. Viel sagen muss er ohnehin nicht mehr, die Proben laufen seit November, die Leseproben sind längst vergangen und in die Gemüter der fiktiven Rollen können sich die routinierten Darsteller glaubhaft hinein versetzen.
Die Story: Paul Paulsen, der „Bur van`n Ravenshoff“ (Andreas Luerweg), glaubt, er leide an einer schweren Krankheit. Seine Verwandten, das Ehepaar Julius (Reinhold Grewer) und Erna Kropp( Marie Luise Eulering) hoffen auf ein zügiges Ableben des Burn, sind sie doch zu diesem Zeitpunkt die Erben des Hofes und deshalb von Ungeduld gepeinigt. Laut Testament Paulsens allerdings, ist Neffe Uwe (Matthias Böing) als Erbe vorgesehen. Der hat indes seit Jahren nichts mehr von sich hören lassen. Als er wieder auftaucht, sieht er sich einer harten Bedingung gegenüber: Bei Erbantritt muss er verheiratet sein. Also macht er sich auf die Suche nach einer Frau und trifft dabei auf Silke Lindner (Petra Schenke) und deren Mutter Anna (Doris Wilms).
Die weitere Geschichte ist geprägt von unterhaltsamen Verdächtigungen, Verwirrungen und Irrtümern, immer gepaart mit deftig-lustigem Witz und jeder Menge Spaß.
Ein Anliegen hat Regisseur Hollender noch: „Wir brauchen einen zweitürigen Kleiderschrank als Requisite, natürlich nur geliehen.“ Angebote bei Hollender: Tel.81434.

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Fünf Aufführungen
Vorverkauf im Brauhaus am Ring

Premiere des Plattdeutschen Theaterstücks der Kolpingsfamilie Kirchhellen ist am Samstag, 2.April, um 18:00 Uhr im Brauhaus am Ring. Danach sind noch vier weitere Aufführungen des Vier-Akters vorgesehen. Am Sonntag, 3.April, um 16:00 Uhr folgt der nächste Termin. Weitere Vorstellungen sind vorgesehen am Freitag, 8.April, um 19:30 Uhr, am Samstag 9.April, um 18:00 Uhr sowie am Sonntag, 10.April, um 16:00 Uhr. Karten gibt es noch im Brauhaus am Ring, Kirchhellener Ring 80 sowie an der Abendkasse.
WAZ 15.12.2010

Über Nachwuchssorgen braucht sich die Theatergruppe der Kolpingsfamilie keine Sorgen zu machen. Während Doris Wilms in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert, betritt Jan Fasthoff zum ersten Mal die Bretter, die die Welt bedeuten. Den 23-jährigen Landschaftgärtner hat der Theater-Bazillus quasi über Nacht befallen: „Mein Opa spricht Plattdeutsch, und vor zwei Jahren habe ich beschlossen, einen VHS-Kurs zu besuchen, um es auch zu lernen.” <br>
Jan Fasthoff feiert sein Debüt beim Kolpingtheater. <br>

Mit seiner Familie war er bei vergangenen Aufführungen schon Stammgast, doch letztes Jahr hat er erstmals bei den Proben zugeschaut. Zu dieser Zeit muss der Bazillus um sich gegriffen haben, denn bei einer Schützenübung nagelten Peter Diericks und Reinhold Grewer Jans Vater auf die tatkräftige Unterstützung seines Sohnes fest. Mit Erfolg! <br>
„Die Rolle des gutmütigen und harmoniebedürftigen Jans Röwe ist super”, freut sich Jan Fasthoff auf seine Theaterpremiere, auch wenn noch jede Menge Lampenfieber mit im Spiel ist. Auch Opa Paul „Koko” Große-Venhaus wird begeistert sein, dass sein Enkel die Familientradition des Platt-Kürens fortsetzt.
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WAZ: 06.12.2010
"Plädoyer für die christlichen Werte"


WAZ 05.06.2010: Wilde Kerle und wilde Hühner
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/kirchhellen/Wilde-Kerle-und-wilde-Huehner-id3068595.html


WAZ 15. März 2010
Gartenzwerg spurlos verschwunden


Zwergen-Zoff am Gartenzaun
Kirchhellen, 15.01.2010, Corinna Braun

Theatergruppe der Kolpingsfamilie Kirchhellen probt für den neuen Schwank „Spektakel bei Chrischan”. Premiere am 13. März im Brauhaus am Ring.
Wat dem Revier seine Kohle, dat ist dem Chrischan Vedder sein Gartenzwerg: eine Herzensangelegenheit. Umso schlimmer, als der neue teure Musikzwerg futsch ist; denn nun beginnt der Krieg am Gartenzaun. Ob tatsächlich die verdächtigte Nachbarin die Diebin ist, verrät die Theatergruppe der Kolpingsfamilie erst bei der Premiere ihres neuen plattdeutschen Stücks „Spektakel bei Chrischan”.
Bis zur Premiere am Samstag, 13. März, ist für die Schauspielschar jedoch noch eine Menge zu tun; denn jedes aufgeführte Stück ist echte Handarbeit. Zunächst wurde im vergangenen Jahr ein passendes Stück gesucht und ihm dann Kirchhellener Lokalkolorit verpasst. „Diesmal haben wir Glück, in diesem Lustspiel in drei Akten von Gudrun Ebner brauchen wir kaum Änderungen vorzunehmen”, freut sich Regisseur Bernd Hollender. Bernd Hollender? Jawohl, der alte Hase des Kirchhellener Kolpingtheaters hatte seine Aufgabe als Regisseur längst in die jüngeren Hände von Gabi Niermann-Mies gelegt. Da jedoch seiner Nachfolgerin der Fulltime-Job zu viel wurde, kehrte Bernd Hollender nun mit Tatkraft zurück.
„Für ihn ist es eine Herzenssache, dass die Theater-Tradition der Kolpingsfamilie fortgeführt wird”, verrät seine Tochter Claudia. Und um ihren Vater zu unterstützen, von ihm zu lernen und eines Tages sogar das Zepter ganz zu übernehmen, steht sie ihm schon jetzt hilfreich zur Seite. Cane Corso-Dame „Charly” freut's. Der Hund von Claudia Hollender liegt während der Proben friedlich auf seiner Decke, beobachtet das bunte Treiben im Hof Heisterkamp und lässt sich derweil seine Leckerchen schmecken.

Während im letzten Jahr jede Woche Leseproben stattfanden, trifft sich die Theaterschar nun zwei Mal wöchentlich hinter gut verschlossenen Türen zur Spielprobe im Hof Heisterkamp. Und ausgerechnet in dieser wichtigen Phase muss Bernd Hollender übergangsweise auch noch für die erkrankte Souffleuse Mechthild Haubold einspringen. Er ist eben der Mann für alle Fälle. <br>
Der Mann für alle Fälle: Regisseur und Souffleur Bernd Hollender. <br>
Zurück zum Zwerg. Der ist und bleibt verschwunden, was seinen Besitzer Chrischan Vedder (gespielt von Andreas Luerweg) in den Wahnsinn treibt. Ob er gar ermordet wurde? Chrischans Ehefrau Gerlinde (Doris Wilms, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert), Tochter Hanna (Laura Rentmeister) und der Fast-Schwiegersohn (Matthias Böing) haben es jedenfalls schwer, den grantigen Gartenzwerge-Fan zu ertragen. Für Chrischan ist die Schuldige schnell gefunden: Nur Nachbarin Inge Sagebiel (Petra Schenke) kann die Mörderin des teuren zipfelmützigen Musikzwerges sein. Wahrscheinlich deckt ihr Ehemann Egbert (Reinhold Grewer) sogar die grausige Tat. <br>
Der herrliche Zoff am nachbarlichen Gartenzaun wird indes noch geschürt von der klatschsüchtigen Nachbarin Edelgard von Seutbach (Marie-Luise Eulering). Im gutmütigen jungen Nachbarn Jans Röwe (Jan Fasthoff) hat die neugierige Tratschtante ihren Verbündeten gefunden und heizt der zweistündigen launigen Suche nach dem Gartenzwerg-Mörder ordentlich ein. <br>
Die Aufführungen finden am 13. März (18 Uhr), 14. März (16 Uhr), 19. März (19.30 Uhr), 20. März (18 Uhr) und 21. März (16 Uhr) im Brauhaus am Ring statt.
Kartenvorverkauf ist am 21. Februar von 9 bis 13 Uhr im Pfarrheim St. Johannes. Restkarten an der Abendkasse.<br>
<b><center>Jan spielt Jans</center></b><br>

„Ich freu mich, dass Claudia dabei ist”, betont Bernd Hollender kurz und ist schon wieder ganz in sein Regiebuch vertieft.

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